1997 öffneten die Max-Schmeling-Halle und das Velodrom im Prenzlauer Berg zum ersten Mal ihre Türen. Für den Sport in der Stadt sind beide Arenen unverzichtbar geworden. Keine andere Metropole hat mehr Spitzenteams in so vielen verschiedenen Sportarten vorzuweisen wie Berlin. So gibt es beispielsweise kaum eine Ballsportart, deren Meisterschaft noch nicht in der Max-Schmeling-Halle ausgetragen wurde. In den letzten anderthalb Jahrzehnten kommen beide Spielstätten auf mehr als 1.000 Sportveranstaltungen, die Millionen Berliner und Gäste anlockten.

(Foto: Sebastian Greuner)
Ursprünglich wurden die Hallen anlässlich der Bewerbung für Olympia 2000 gebaut. „Als die Entscheidung fiel, Velodrom und Max-Schmeling-Halle auch ohne den Zuschlag fertig zu stellen, hat Berlin großen Weitblick bewiesen“, beglückwünscht der Präsident des Landessportbundes Berlin, Klaus Böger. Und auch Frank Henkel, Senator für Inneres und Sport, meint: „Heute, 15 Jahre später, stellt sich die Frage: Was wäre Berlin wohl ohne das Velodrom und die Max-Schmeling-Halle? Inzwischen war wohl fast jeder Berliner und fast jede Berlinerin mindestens einmal in beiden Hallen. Diese Entwicklung stimmt die Kultur- wie Sportschaffenden der Stadt gleichermaßen froh.“
In der Max-Schmeling-Halle sind gleich zwei erfolgreiche Bundesliga-Teams zu Hause: die Handballer der Füchse Berlin und der amtierende Deutsche Volleyballmeister, die Berlin Recycling Volleys. Das Velodrom hingegen ist der Austragungsort für das legendäre Berliner Sechstagerennen. „Dort fühlen wir uns zu Hause! Stolz sind wir darauf, dass wir an der Chronik eines der erfolgreichsten Unternehmen der Hauptstadt Berlin mitgeschrieben haben“, resümiert Heinz Seesing, Geschäftsführer der Berliner Sechstagerennen GmbH.
Besonders die Home-Teams der Max-Schmeling-Halle verbinden ihre eigene Erfolgsgeschichte eng mit dem Heimvorteil, der durch die Kesselatmosphäre in der Arena geschaffen wird. „Wir konnten in unserer Halle viele Deutsche Meisterschaften und Pokalgewinne feiern“, sagt Dieter Hauert, Präsident ALBA Berlins. „Der Umzug (1997) von der Sömmeringhalle in Charlottenburg in die neu errichtete Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg war ein Quantensprung in unserer Vereinsgeschichte“. Die Handballer der Füchse Berlin kamen 2005 in die Halle am Mauerpark und kämpften sich aus der zweiten Liga bis hoch in die Champions League.
Und nach dem endgültigen Umzug der Berlin Recycling Volleys gewannen diese gerade den ersten deutschen Meisterschaftstitel nach acht Jahren. „Deutschlandweit wird die Max-Schmeling-Halle inzwischen von Zuschauern, Fans und Medien als ´der Volleyballtempel` bezeichnet, denn unsere gemeinsamen Veranstaltungen haben für die Sportart neue Maßstäbe gesetzt“, freut sich Kaweh Niroomand, Manager und Geschäftsführer der BR Volleys.

(Foto: Werner Huthmacher)
Auch auf Turnier-Ebene, national wie international, haben sich beide Spielstätten erfolgreich behauptet. „Mit diesen beiden Hallen ergaben sich für uns Möglichkeiten, die wir bis dahin nicht hatten. Höhepunkt war sicherlich die erfolgreiche Durchführung der Turn-Europameisterschaften im April 2011“, äußert Frank Ebel, Präsident des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes.
Bis heute fanden 19 Weltmeisterschaften, u.a. im Boxen, Tanzen, Handball, Basketball und Hockey, fünf Europameisterschaften, u.a. im Volleyball und Gerätturnen, sowie diverse nationale Meisterschaften, z.B. im Tischtennis, unter dem Dach beider Häuser statt. Selbst „König Fußball“ gastierte in der Max-Schmeling-Halle. „Die Berliner Fußballfans haben ihren heißgeliebten Budenzauber zurückerhalten“, sagt Bernd Kühn, Ausrichter des FlexStrom-Cups. Und Carsten Fuss von Sport1 fügt hinzu: „Berlin ist vom Hallenturnier immer das Beste, also ist das die Hauptstadt des Hallenfußballs.“
In die Reihe der Gratulanten reiht sich auch Henning Opitz ein, Ehrenpräsident des Berliner Handball-Verbandes: „Eine Erfolgsgeschichte, die sich sehen lassen kann. Auch Dank der hoch engagierten Mitarbeiter und Dienstleister, die das Projekt nun schon von Anfang an betreuen und für uns wahre Partner geworden sind.“ Und Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes Berlin, ist sich sicher: „Berliner wie Gäste verbinden mit beiden Hallen Erinnerungen an wunderbare Stunden. Große Momente des Sports fanden hier ihre Bühne. Auch im veränderten Bedingungsgefüge der Veranstaltungsorte werden Velodrom und Max-Schmeling-Halle sich behaupten. Eine Sportmetropole muss alle Fassetten der Nachfrage zuverlässig bedienen können. Insofern werden die Hallen zweifellos auch weiter große Zukunft haben“.
(Info: Gegenbauer Location Management & Services GmbH)